Donnerstag, 3. 06. 10

Kurz bevor mein Vater gestorben ist

„Ich will nicht“, schrie die Angst so laut sie konnte.
„Das halte ich nicht aus“, jammerte die Verzweiflung und sank schmerzerfüllt in sich zusammen.
“Warum muss ich durch die Hölle gehen und Dinge sehen, die nicht für eine Menschenseele bestimmt sind“, schimpfte die Wut vollkommen von sich erfüllt.
Sie alle warteten gespannt auf eine Reaktion. Keiner wusste so recht welche Antwort er auf seine Frage erwartete. Doch die Stille brachte sie beinahe um den Verstand. Lange kam nichts und sie alle stellten weiter ihre quälenden Fragen - sie schrien, sie weinten und konnten vor lauter Furcht kaum mehr klar denken. Nach einiger Zeit machte sich große Erschöpfung breit...
Die Angst ließ sich wie ein schwerer Stein am Boden niedergleiten, während die Verzweiflung ähnlich einer Decke um sie herum glitt und die ausgelaugte Wut ihren Platz zwischen den beiden fand. So lagen sie nun da, kraftlos und ohne Hoffnung. Bis ihnen nichts anderes übrig blieb als auf ein zartes Gefühl zu horchen, das schon lange seinen Platz bei ihnen suchte. Es war ebenfalls sehr müde und legte sich zu ihnen auf den staubigen Boden. „Ihr könnt mehr ertragen als ihr euch vorstellen könnt“, versicherte die Zuversicht.
Sie sahen fragend auf und schüttelten gemeinsam den Kopf. Kaum vorstellbar was sie da behauptete. Doch gleichzeitig waren sie froh über ihre Gesellschaft. Nun waren sie zu viert und sie fühlten sich nicht mehr so alleine. Tag für Tag kam jemand zu ihnen der ihnen Mut zusprach, doch erst als die Liebe auftauchte und längst vergessene, wunderschöne Erinnerungen in ihnen wach werden ließ, brachen sie in wahre Tränenbäche aus....sie weinten als gäbe es nichts anderes mehr auf der Welt, das wichtig war. Es vergingen viele Tage an denen sie noch schrien und stritten und nicht wahrhaben wollten, was lange nicht rückgängig gemacht werden konnte. Bis eines Tages erneut jemand zu ihnen kam der sie aufhorchen ließ. „Es ist wie es ist. Was passiert könnt ihr nicht ändern, aber ihr könnt das Beste daraus machen, denn nur ihr seid für euch selbst verantwortlich und für das was ihr aus euren Erinnerungen macht“, sagte die Einsicht und legte sich sanft um sie alle herum.

Freitag, 21. 11. 08

Mal wieder ein Text von mir. Er sagt grad alles aus, was ich sagen möchte ;)

"Nein, das kann ich nicht," stotterte die Angst furchterfüllt.
"Es bringt doch nur Leid. Ich würde das niemals ertragen," fügte der Pessimismus hinzu.
"Wie soll denn das jemals gut gehen? Nein, ich sehe keine Zukunft darin," meinte der Zweifel sehr selbstsicher.

In Stille nahm die Traurigkeit neben ihnen Platz...und sie alle spürten einen leichten Luftzug als das Leben langsam und leise an ihnen vorbeirauschte...

Donnerstag, 30. 10. 08

...

"Wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren."
(Bertolt Brecht)

Donnerstag, 14. 08. 08

Ausnahmsweise eine kleine Zeichnung von mir...

auge

Ich liiieeebe Augen ;)
Die sagen einfach oft mehr aus als alles andere....

Freitag, 25. 07. 08

Eine kleine Weisheit für zwischendurch

Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten. Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen, die Liebe natürlich auch. Eines Tages meldete das Schicksal den Gefühlen, dass die Insel untergehen wird. So bereiteten sie ihre Schiffe und verliessen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben. Als es fast zu spät war und die Insel unterging, rief sie um Hilfe. Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Liebe fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir helfen?" - "Nein, weil ich zu viel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so ist für dich kein Platz hier!" Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. "Ich kann dir nicht helfen, du bist ganz nass und könntest mein Schiff beschmutzen!" Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen."

"Oooh... Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben." Das Glück ist auch weitergefahren. Es war soo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte.... Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm doch, ich nehme dich mit!" Da war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat. Als beide wieder festen Boden unter den Füssen hatten und gerettet waren, ging der Alte weg. Die Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete, der aber war schon fort. Sie fragte daraufhin das Wissen: "Wer hat mich gerettet, wer hat mir geholfen?"

"Das war die ZEIT" - antwortete das Wissen. "Die Zeit?!?" fragte die Liebe, "aber warum hat mich die Zeit gerettet?"
Das Wissen lächelte weise und geheimnisvoll und antwortete ihr:
"Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig die Liebe im Leben ist ......."
(Verfasser Unbekannt)

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